Kinder- und Jugendorganisationen sagen nein zur 10-Millionen-Initiative
Die Volksinitiative «Keine 10-Millionen-Schweiz!» verlangt, dass die ständige Wohnbevölkerung der Schweiz bis 2050 zehn Millionen Personen nicht überschreitet. Der Initiativtext nennt ausdrücklich Einschränkungen im Asylbereich, beim Familiennachzug sowie bei Aufenthalts-, Niederlassungs- und Einbürgerungsrechten. Überschreitet die Bevölkerung die Zehn-Millionen-Grenze, verlangt die Initiative zudem die Neuverhandlung oder Kündigung sogenannter «bevölkerungswachstumstreibender internationaler Übereinkommen». Laut Bundesratsbericht würden darunter auch Menschenrechtsverträge fallen. Auch die UN-Kinderrechtskonvention wäre betroffen.
Die 10-Millionen-Initiative ist weit mehr als eine Debatte über Bevölkerungsentwicklung, wie die unterzeichnenden Organisationen warnen. Sie verknüpft demografische Zielgrössen mit Grund- und Menschenrechten und öffnet die Tür zu einem Bruch mit einem der wichtigsten Menschenrechtsverträge unserer Zeit. Eine Kündigung der KRK wäre ein gefährlicher historischer Rückschritt – mit gravierenden Auswirkungen auf die Kinderrechte und damit das Wohlergehen und den Schutz der Kinder in der Schweiz.
Am 14. Juni 2026 geht es darum, die Zukunft aller Kinder in der Schweiz zu schützen: Ein Nein zur 10-Millionen-Initiative unterstreicht, dass die Kinderrechte nicht verhandelbar sind und dass keine Bevölkerungsstatistik Vorrang vor ihrem Schutz haben darf.