Am Montag, dem 6. Mai 19 wurde in Olten das zweite Barcamp „openCON Jugendarbeit“ zum Thema Digitale Medien in der Jugendarbeit durchgeführt. Organisiert wurde es als Kooperationsprojekt des DOJ, der Fachhochschule Nordwestschweiz Soziale Arbeit, kopf-stand.org, OJA Oerlikon und punkto Eltern, Kinder & Jugendliche. An der Veranstaltung trafen sich Kinder- und Jugendarbeitende zu stündigen sogenannten „Sessions“, um sich über für sie relevante Themen auszutauschen. Der nachfolgende Beitrag ist eine Zusammenfassung einer dieser Sessions.



Die Gruppe stellte schnell einmal fest, dass es kaum oder nur sehr wenig Weiterbildungsangebote im Bereich „digitale Medien in der Sozialen Arbeit“ und insbesondere in der offenen Kinder- und Jugendarbeit gibt und dies obwohl viele Fachpersonen in diesem Bereich tätig sind. 

Ein Grund welcher u.a. diskutiert wurde, könnte darin liegen, dass nur wenige Fachhochschulen vertiefte Module zu dieser Thematik anbieten und diese oft für sich alleine stehen und kaum aufbauend sind. Die vorhandenen Angebote sind von Region zu Region unterschiedlich und es bestehen keine gemeinsamen Richtlinien wie solche Angebote auszusehen haben. Ausserdem sind die vorhandenen Weiterbildungsangebote oft auf Risiken und Gefahren ausgerichtet. 

Welche Weiterbildungen bräuchte es?
Wie müssten diese idealerweise gestaltet werden?
Wer sollte diese Weiterbildungsangebote anbieten? 

Dies einige Fragen mit denen sich die Gruppe beschäftigte. 

Die Teilnehmenden der Session waren sich einig, dass es mehr Weiterbildungsangebote braucht, welche Risiken und Gefahren von digitalen Medien zwar miteinbeziehen, sich aber stärker auch auf Chancen und Möglichkeiten ausrichten. Auch sollten die Angebote so gestaltet sein, dass sie auch Fachpersonen abholen, welche der Thematik eher kritisch gegenüberstehen. Idealerweise entsteht ein «Label», eine «Marke» welches für eine entsprechende Qualität steht und diese auch sichert. So dass man als Fachperson weiss welche Haltungen bzw. Werte hinter den Weiterbildungsangeboten stehen. Die Angebote sollten ausserdem aufbauend sein, sich ergänzen und praxisnah gestaltet werden. 

Wer solche Angebote entwickeln und umsetzten soll, darüber war man sich in der Gruppe abschliessend nicht einig. Es wurden aber einige Ideen formuliert.

Konkret wurde in der Gruppe die Idee einer Kooperation zwischen der DOJ-Fachgruppe und einer Fachhochschule skizziert. Während die Fachhochschule für die theoretischen Inhalte und Inputs eines Weiterbildungsangebotes zuständig wären, würden sich die Fachpersonen der DOJ-Fachgruppe auf die Praxis bzw. auf die konkrete Umsetzung fokussieren. Auch diskutierte man ein praxisnahes CAS-Angebot zu dieser Thematik, welches sich besonders auf das Arbeitsfeld der OKJA richtet. Jedoch wurde dazu auch die Befürchtung geäussert, dass es lange dauern würde bis ein solches CAS-Angebot entwickelt ist. Ausserdem seien die Beitragskosten doch eher hoch.

Obwohl die Gruppe zum Schluss der Session keine fixe Lösung hatte, wer nun ein Weiterbildungsangebot anbieten sollte und welche Inhalte darin genau umzusetzen sind, konnte man einige Ideen skizzieren in welche Richtung es gehen könnte. 

Einig war man sich schliesslich, dass Handlungsbedarf bei der Optimierung der zerstreuten und unübersichtlichen Weiterbildungsangebote für Fachkräfte der OKJA besteht.

Denn eines scheint allen klar zu sein: Die Jugendlichen werden stets «up to date-sein», wenn es um ihre Themen der digitalen Kommunikation geht. Wir als Fachpersonen sollten aber den Moment nicht verpassen, entsprechende Weiterbildungsangebote zu entwickeln, welche auf diese Themen der Jugendlichen adäquat eingehen. 

Foto: FG Digitale Medien DOJ/AFAJ

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