Der Lockdown erforderte von uns allen viel Flexibilität und brachte besondere Herausforderungen mit sich. So schnell der Lockdown kam, so plötzlich mussten neue Ideen her. Somit bot diese spezielle Situation auch Chancen. Der Fokus wurde neu gesetzt und die Offene Jugendarbeit brach aus gesetzten und gewohnten Strukturen aus. Dies ermöglichte spontanes, kreatives und freches Arbeiten. Aus diesem unerwarteten Moment entstanden Angebote und Aktionen für Jugendliche, die vorher undenkbar waren. Dies erforderte Mut, Einsatz und teilweise vielleicht auch Schritte aus der Komfortzone. Dennoch führte uns diese Zeit vor Augen, dass Notsituationen auch mit viel Potenzial verbunden sind. Neues konnte entstehen und ausprobiert werden.

On Air

So geschah es mit dem Radio9000 (https://www.twitch.tv/tippsg). Es entstand aus dem Moment der Suche nach Neuem und Innovativem. Es war die perfekte Gelegenheit, sich intensiver mit der digitalen Jugendarbeit auseinanderzusetzen und den Fokus gezielt darauf zu legen. Eine Gruppe Jugendarbeiter*innen haben gemeinsam mit unserem Nerd und Social-Media-Kenner (Beni Hanimann) aus dem tipp – Informationsfachstelle für Jugendliche in der Stadt St.Gallen – das Radio entwickelt und aufgebaut. Die Idee wurde in allen Abteilungen besprochen und es fanden sich Mitarbeiter*innen aus den Teams aller Bereiche – Offene Arbeit mit Kindern, Offene Jugendarbeit Ost/West (OJAOW), Jugendkulturraum flon, Jugendbeiz talhof und tipp – die motiviert waren, ein wöchentliches Online-Radioprogramm auf die Beine zu stellen. Von Montag bis Freitag gingen wir auf Sendung mit Programmen wie KIRA Live (Kinderradio der Offenen Arbeit mit Kindern), Wochenrückblicke des Internets (tipp), Podcasts (tipp und OJAOW), flONair (flon), Fachgespräche und Diskussionen (Hilal & Beni) und vielem mehr. Insbesondere die jüngeren Mitwirkenden der Dienststelle Kinder Jugend Familie (KJF), wie beispielsweise Praktikant*innen oder die Betriebsgruppenmitglieder* vom Jugendkulturraum flon, nutzten die Chance ihre Radio-Skills vor dem Mikrofon und laufender Kamera zu erproben. Das Mikrofon wurde niederschwellig und ohne lange Regeln oder Vorgaben zu besprechen an junge Menschen in St.Gallen übergeben. Was dabei rauskam?

Neue Chancen

Jugendliche, junge Erwachsene sowie Mitarbeiter*innen des KJFs ergriffen und nutzten diese unkomplizierten Chancen. Es war toll zu sehen, wie Jugendliche Verantwortung übernehmen, die Sache ernst nehmen und riesen Spass daran haben. Es entstanden neue Ideen, Interessen und Perspektiven. Jemand möchte nun sogar ein Praktikum bei einem grösseren, lokalen Radiosender machen.

Auch die Mitarbeiter*innen nutzten die Gunst der Stunde und konnten Sendungen und Inputs zu aktuellen Themen vorbereiten und Kinder und Jugendliche über das Radio erreichen.

Wie weiter?

Nun ist der Lockdown vorbei und die regulären Angebote konnten wieder starten. Und wie weiter mit dem Radio9000?

Aktuell wissen wir noch nicht genau wie wir das Radio9000 fortführen werden. Aber eines wissen wir: Die jungen Menschen haben Lust darauf! Von daher müssen wir nun wieder ein bisschen wie früher funktionieren. Das heisst, es geht nun an die Evaluation, Zielformulierung und Zukunftsplanung.

Die Plattform ist interaktiv und alle Zuschauer*innen haben die Möglichkeit mitzureden und Teil des Programmes zu sein. Dies ist die neue Art von Kommunikation, die jungen Menschen Spass macht uns ebenfalls.

So werden wir diesen Sommer ganz viele Fragen bezüglich Radio klären müssen, um dieses konzeptionell fundiert weiterführen zu können. Wir laden auch euch ein mitzureden.

Ideen, Fragen oder Anregungen? Wir freuen uns auf eure Nachrichten:

hc.gs.tdats@rakacsi.lalih

hc.gs.tdats@nnaminah.ineb

Links:

https://www.twitch.tv/tippsg

https://www.instagram.com/tipp.sg/?hl=de

https://www.stadt.sg.ch/home/verwaltung-politik/direktionen/schule-sport/kinder-jugend-familie.html

Illustration: Jugendinformation tipp (Stadt St. Gallen)

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